Über Dr. Amina Özelsel

Ich arbeite mit Menschen, die in einer schwierigen Phase stecken.

Manchmal ist es ein akuter Konflikt. Manchmal eine Entscheidung, die seit Monaten ansteht. Manchmal eine Erschöpfung, die so schleichend kam, dass sie erst auffiel, als nichts mehr ging.

Die Gedanken drehen sich im Kreis. Der Handlungsspielraum fühlt sich kleiner an als er ist. Die Freude an dem, was man tut, ist weg.

In der hypno-systemischen Tradition — aus der ich komme — gibt es dafür ein Bild: die „Problem-Trance“. Ein Tunnel, in dem alles, was funktioniert oder hoffnungsvoll ist, aus dem Blickfeld verschwindet. Meine Arbeit besteht oft darin, gemeinsam den Tunnel zu verlassen.

Das ist nicht nur Zuhören. Ich bringe Methoden mit, die helfen, anders auf eine Situation zu schauen — durch Sprache, durch Bilder, durch kleine Interventionen, die manchmal überraschend viel bewegen. Humor gehört oft dazu. Nicht weil schwierige Themen leicht wären. Sondern weil Distanz zur eigenen Lage hilft, wieder klarer zu sehen.

Meine Promotion habe ich übers Nein-Sagen geschrieben — über gesunde Grenzen und darüber, wie unterschiedlich Menschen je nach Kultur und Geschlecht damit umgehen. Das Thema begleitet mich bis heute. Weil viele der schwierigsten Momente, in denen Menschen bei mir landen, irgendwo ein Nein enthalten, das nicht gesagt werden konnte.

Seit 2009 bin ich Teil von hanza. 2012 habe ich hanza resources mitgegründet.