Bereitet die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung Ihnen Kopfzerbrechen?

Seit 2013 ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung für Unternehmen in Deutschland explizit arbeitsschutzrechtliche Pflicht.

Die hohe Anzahl an jährlichen Fehltagen und Frühberentungen, die auf psychische Faktoren zurückzuführen sind, untermauern nur die Bedeutung von Früherkennung und Prävention psychischer Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz:

Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland, die auf psychische Erkrankungen zurückzuführen sind

Durchschnittliche Anzahl psychisch bedingter Fehltage pro Krankheitsfall

%

Anteil von Personen, die aufgrund seelischer Leiden frühzeitig in Rente gehen

Durschnittsalter von Berentungsfällen aufgrund von psychischen Erkrankungen

Bei vielen Betrieben herrscht nach wie vor Unsicherheit darüber, wie psychische Belastungen sinnvoll erhoben und beurteilt werden sollen. Somit führen viele Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastung leider nicht zu messbaren Verbesserungen im Gesundheitsschutz. Das wird auch von Isabel Rothe, Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, bestätigt:

 

„Betriebe bleiben – falls sie überhaupt einen Einstieg in das Thema gefunden haben – häufig zwischen Analyse und Umsetzung stecken“ (Rothe, 2014).

 

Unter ungünstigen Bedingungen können Gefährdungsanalysen zur psychischen Belastung sogar negative Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für die Mitarbeiter haben (bspw. Demotivation und ineffektiver Ressourcenverbrauch).

Zählbare Ergebnisse – sprich, solche die den Gesundheitsschutz Ihrer Beschäftigten wirklich verbessern – sind bei Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastung möglich.

 

Hier ist die Gleichung, wie Sie das Meiste aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung machen:

Gute Vorbereitung     +     optimale Passung zwischen der verwendeten Methodik und den Gegebenheiten Ihres Betriebes      +      gelungene Kommunikation        +        konsequentes Projektmanagement      =

Gesündere Arbeitsplätze, an denen Beschäftigte jeden Tag ihr Bestes geben können.

Welche Methode passt zu Ihrem Unternehmen?

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist zwar ein gesetzlich gefordertes, aber kein formalisiertes Verfahren. Jede Erhebungsmethode hat ihre Vor- und Nachteile. Der Gesetzgeber gibt Ihnen den notwendigen Spielraum – und vor allem die Chance – sich für das Vorgehen zu entscheiden, das bestmöglich zu Ihrem Unternehmen passt.

Fragebogenerhebungen

Standardisierte Mitarbeiterbefragungen sind zeit- und kostenökonomisch. Sie ermöglichen es, alle Beschäftigten in die Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen. Somit erhalten Sie einen anonymisierten, repräsentativen Überblick zu den Ressourcen und Belastungsschwerpunkten an Ihren Arbeitsplätzen.

Benchmarkvergleiche sind möglich, auch können Sie wissenschaftlich evaluierte Inventare um betriebsspezifische Fragen erweitern. Kontaktieren Sie uns für ein Angebot.

Moderierte Analyseworkshops

Moderierte Analyseworkshops bieten Beschäftigten und ihren Führungskräften eine gute Möglichkeit, psychische Belastungen bei der Arbeit differenziert zu beschreiben, zu beurteilen und ggf. Maßnahmenvorschläge zu entwickeln.

Als Experten für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen unterstützen unsere Moderatoren die zielgerichtete Diskussion und vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre. Kontaktieren Sie uns für ein Angebot.

Erlebnisbasierte Methoden

Menschen ergreifen die Initiative für etwas Neues, wenn sie dafür die Notwendigkeit erkennen und mitgestalten können. Mit erlebnisbasierten Methoden werden Ihre Mitarbeitenden zu Regisseuren der Veränderung und erfahren so ihre Selbstwirksamkeit.

Durch seinen innovativen Ansatz ermöglicht unser Kooperationspartner, Scharlatan–Theater für Veränderung, die psychische Gefährdungsbeurteilung als Startpunkt für eine ganzheitliche Veränderung in Ihrem Unternehmen zu nutzen. Ressourcen und Belastungen an Ihren Arbeitsplätzen werden mit lebensnahen und humorvollen Szenen aufgearbeitet, immer wertschätzend und mit Tiefgang, so dass nachhaltige Veränderung möglich wird.

Wissenswertes rund um das Thema Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung 

Handlungskonzept des Amtes für Arbeitsschutz Hamburg

Dem Bundesland Hamburg wird eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung zugesprochen. Überprüfen Sie hier, wie Ihre bisherige Gefährdungsbeurteilung bei einer Systemkontrolle der Hamburger Aufsichtsbehörde beurteilt werden würde.

GDA Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung

Die GDA ist ein Bündnis von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern. In ihrem bundesweiten Arbeitsprogramm Psyche unterstützen sie Unternehmer, Führungskräfte, Beschäftigte und betriebliche Arbeitsschutzexperten bei der konkreten Ausgestaltung des Arbeitsschutzes.

Bewerben Sie sich um den Hamburger Gesundheitspreis

Die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAG) verleiht alle zwei Jahre den Hamburger Gesundheitspreis. Mit der Facharztklinik und der TGJ sind bereits zwei unserer Kunden auf Grund der Art, wie sie die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung umgesetzt haben, von der HAG ausgezeichnet worden.

Fortbildungen für betrieblichen Akteure 

VDBW Kongress 2021

Die Erhebung der psychischen Belastung ist selbst für viele Arbeitsschutzakteure noch „Neuland“. Deshalb bieten wir seit 2011 jährlich Fortbildungen auf dem Deutschen Betriebsärzte Kongress des VDBW  an und sind dieses Jahr auch im Weiterbildungskurs Arbeitsmedizin der Ärztekammer Hamburg als Referenten tätig.

WEKA Online Training

Dr. Amina Özelsel ist eine der Fachautorinnen des WEKA Online Trainings „Psychische Belastungen beurteilen: Erkennen – Bewerten – Maßnahmen umsetzen“. Der E-Learning Kurs stellt eine umfangreiche und praxisnahe Arbeitshilfe dar.

In-House Schulungen

Kompetenz im eigenen Unternehmen aufbauen: Lassen Sie Ihre betrieblichen Akteure zum Thema Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung In-House schulen. hanza resources bietet Schulungen für Personaler, Betriebsräte, Führungskräfte und weitere Mitglieder der Steuerungsgruppe an.

Die nächsten Schritte